Glossar

A

Acquisition bzw. Akquisition
Kauf bzw. Teilerwerb von Unternehmen; Firmenübernahme

Agio
Zuschlag, der auf den Nennwert erworbener Unternehmensanteile bezahlt wird

Aktienoptionen
Form der Mitarbeiterbeteiligung. Das Recht, Aktien des eigenen Unternehmens zu einem bestimmten Preis nach Sperrfrist zu erwerben

Asset Deal
Unternehmensakquisition durch Übertragung der einzelnen Sachen und Rechte

Asset Stripping
Die Aufteilung und Zerschlagung eines übernommenen Unternehmens durch den Verkauf von Teilbereichen oder Vermögensgegenständen

Auktionsverfahren
Verkaufsmethode, bei der auf der Nachfragerseite mehrere Bieter als potentielle Erwerber konkurrieren

B

Blind List
Anonyme Beschreibung des Unternehmens (Verfahren einer kontrollierten Auktion)

Börsengang/IPO/Going-public
Einer der Wege, aus einem Investment auszusteigen (Exit): Die Anteile werden bei oder nach einem Börsengang verkauft

Bonus-/Malusregelung
Vereinbarung, bei der abhängig von der Zielerreichung des Unternehmens Eigenkapitalanteile zu Vorzugskonditionen vom Verkäufer (Bonus) oder Käufer (Malus) erworben werden können

Bookbuilding
Vorgang zur Preisfindung für neue Aktien. Vor dem Börsengang werden die Zeichnungswünsche potenzieller Anleger von den betreuenden Banken notiert. Entsprechend der Nachfrage ergibt sich eine Kursbandbreite, innerhalb derer der endgültige Ausgabepreis festgelegt wird

Businessplan
Geschäftsplan eines Unternehmens, in dem die Produkt-/ Dienstleistungsidee, das Marktpotenzial, die Unternehmensstrategie, das Management, der benötigte Kapitalbedarf sowie die Finanzplanungen der folgenden drei bis fünf Jahre aufgeführt sind

Buy back
Variante des Exit, bei der die Anteile durch die Altgesellschafter zurückgekauft werden

Buyer
Akquirierendes Unternehmen (Käufer)

Buyer Due Diligence
Vom Käufer durchgeführte Due Diligence

Buy-Side Projekt
Projekt, bei dem ein M&A-Berater von seinem Mandanten mit dem Kauf eines Unternehmens beauftragt wird

C

CAGR
Abkürzung für Compo und Annual Growth Rate (Jährliche Wachstumsrate)

Capital Gain
Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf von Unternehmensanteilen

Carried Interest
Gewinnbeteiligung der Managementgesellschaft und deren Manager am Erfolg der verwalteten Fonds; z.B. 20 Prozent für die Managementgesellschaft und 80 Prozent für die Investoren. Meist wird eine Hurdle Rate eingebaut

Cash Flow
Zahlungsmittelüberschuss während einer Periode. Er wird aus der Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitet und ist Indikator der Innenfinanzierungskraft des Unternehmens

Cash Tender Offer
Barangebot

Closing
Unterzeichnung des Unternehmenskaufvertrages und damit Übergang der Leitungsgewalt und der unternehmerischen Verantwortung (entspricht zivilrechtlich dem Verfügungsgeschäft) auf den Käufer

Co-Investments, Co-Venturing (auch Syndizierungen)
Einbindung weiterer Investoren für ein Projekt zur Risikominderung

Commercial Due Diligence
Wirtschaftliche Due Diligence, insbesondere Markt- und Unternehmensanalyse mit betriebswirtschaftlichem Schwerpunkt

Comparative Company Approach
Vorgehensweise im Rahmen von Unternehmensbewertungen, bei der die Ergebnisgrößen des Bewertungsobjektes mit entsprechenden Ergebnisgrößen vergleichbarer Unternehmen (auch market approach oder similar-public-company method genannt) verglichen werden

Corporate Buyer
Gesellschaft im gleichen Marktsegment

Corporate Finance
Entwicklung von Akquisitions- und Verkaufsstrategien von Unternehmen

Corporate Venture-Capital
Wagniskapital, das von Großunter­nehmen bereitgestellt wird

Cross-border Transactions
Grenzüberschreitende, internationale Unternehmenszusammenführungen durch Fusion oder Kauf

D

Data-Room

Zentral eingerichteter Ort zur Einsichtnahme in vertrauliche Unterlagen
Deal-Breakers

Tatbestände, die einen Rücktritt vom Kauf bewirken
Deal Struktur

Strukturierung einer M&A-Transaktion, u.a. nach steuer-, gesellschafts-, und haftungsrechtlichen Aspekten
Debt Placement

Strategie der Allokation von Schulden in der Unternehmensgruppe
Debt-Push-Down

Verrechnung der Finanzierungskosten eines Unternehmenskaufs mit Gewinnen der Zielgesellschaft
Demerger

Spaltung von Unternehmen
Disclosure

Offenlegung von Unternehmensinformationen
Disclosure Schedule

Offenlegung von Sachverhalten durch Verkäufer, die von einer Gewährleistung ausgeschlossen werden sollen, in einer der Anlagen zum Kaufvertrag
Discounted-Cash-Flow-Methode

Verfahren der Diskontierung zukünftiger Entnahmeerwartungen zur Unternehmenswertbestimmung durch Abzinsung des den Kapitalgebern zustehenden Zahlungsmittelüberschusses mit einem gewichteten Kapitalkostensatz
Downstream-Merger

Verschmelzung der Mutter- auf die Tochtergesellschaft
Due Diligence

Eingehende Prüfung des Zielunternehmens, in der Regel vom Käufer beauftragt. Fokus ist eine rechtliche, finanzielle und unternehmerische Feinanalyse in Verbindung mit Besichtigungen vor Ort und intensiven Gesprächen mit dem Management
DVFA/SG-Ergebnis

Von der Methodenkommission der deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Anlageberatung e.V. (DVFA) und dem Arbeitskreis "Externe Unternehmensrechnung" der Schmalenbach-Gesellschaft - Deutsche Gesellschaft für Betriebswirtschaft e.V. (SG) gemeinsam entwickeltes Berechnungsschema mit der Zielsetzung, einen möglichst objektiven Vergleichsmaßstab für die Beurteilung der Ertragskraft der Unternehmen festzulegen, unter Bereinigung des Jahresüberschusses/ -fehlbetrages um Aufwendungen und Erträge aus Sondereinflüssen

E

Earn-Out-Regelung

Zwischen Käufer und Verkäufer getroffene Vereinbarung, dass die Auszahlung der letzten Kaufpreisraten an das Erreichen vereinbarter Meilensteine (z.B. Umsatz, Gewinn, Anzahl Aufträge oder Kunden, Eröffnung neuer Betriebsstätten / Filialen etc.) gekoppelt ist. Solche Regelungen erstrecken sich typischerweise auf einen Zeitraum bis zu 3 Jahren und sollen vor allem gewährleisten, dass (1) der Verkäufer nach Vertragsabschluss und Kaufpreiszahlung das Unternehmen in angemessener Form an den neuen Eigentümer übergibt, und (2) der Verkäufer ein ureigenes, monetäres Interesse an der weiterhin positiven Geschäftsentwicklung in der Zeit nach der Übergabe hat
EBDIT

Earnings before depreciation, interest and taxes. Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern
EBIT

Earnings before interest and taxes. Beim EBIT handelt es sich um das Ergebnis vor Zinsen und Steuern
EBITDA

Das EBITDA entspricht dem EBDIT. Die Begriffe werden synonym verwendet
Economies of Scale

Größenvorteile, z.B. durch Synergieeffekte durch Unternehmenszusammenschluss
Eigenkapital Reinvermögen des Unternehmens - wird entweder durch den/die Gesellschafter, Kapitel von außen (z.B. Finanzinvestoren) oder durch den betrieblichen Wertschöpfungsprozess gebildet. Der Eigenkapital-Geber besitzt nur ergebnisabhängige Zahlungsansprüche. Macht ein Unternehmen Verluste, werden diese mit dem Eigenkapital verrechnet. Auch gegenüber Gläubigern haftet der Eigenkapital-Geber mit dem investierten Kapital
Einbringung

Steuerrechtlicher Begriff, der verschiedene Konstellationen der Unternehmens(teil)übertragung bezeichnet (vgl. §§ 20-25 UmwStG)
Entity- bzw. WACC-Methode

Ermittlung des Wertes des gesamten Unternehmens (entity) durch Discounted-Cash-Flow-Methode, unter Verwendung eines gewichteten Kapitalkostensatzes, dem WACC (Weighted Average Cost of Capital)
Environmental Due Diligence

Auf Umweltbelange bezogene Due Diligence
Ertragswert

Bar- bzw. Kapitalwert zukünftiger Zahlungsüberschüsse zur Unternehmenswertbestimmung
Exit

Ausstieg aus einer Beteiligung durch den Verkauf von Gesellschaftsanteilen
Exitkanäle

Für den Ausstieg gibt es folgende gängige Möglichkeiten: Going public (Börsengang), Verkauf an ein anderes Unternehmen (Trade Sale), Rückkauf durch die Altgesellschafter (Buy-back), Verkauf an eigene (Management-Buy-Out) bzw. externe Manager (Management-Buy-In)
Exklusivverhandlung

Direkte Kontaktaufnahme und Verkaufsgespräche mit ausgewähltem Interessenten
Expansions-Finanzierung Kapital für den Ausbau von Kapazitäten und den Einstieg in neue Märkte

F

Feasability study

Durchführbarkeitsstudie. Analyse der technischen und wirtschaftlichen Durchführbarkeit eines Projekts
Financial Buyer

Käufer mit Hauptinteresse der Kapitalinvestition (Venture Capitalist)
Financial Due Diligence

Auf das Finanz- und Rechnungswesen bezogene Due Diligence
Finanzierungsphasen

Man unterscheidet zwischen folgenden Finanzierungsrunden:
Seed-Finanzierung: In dieser Phase existiert meist nur die Geschäftsidee (Businessplan)
Start-up-Finanzierung: Gründungsphase eines Unternehmens, in der die Produktentwicklung sowie die ersten Vermarktungsschritte finanziert werden
Early-Stage-Finanzierung: Kapital für die Frühphase eines Unternehmens, in der die Produktentwicklung bereits abgeschlossen ist, aber noch keine Umsätze erzielt werden
Expansions-Finanzierung: Kapital für den Ausbau von Kapazitäten und den Einstieg in neue Märkte
Second- oder Later-Stage-Finanzierung: Kapitalzufluss nach der ersten Phase der Vermarktung
Mezzanine-Finanzierung: Finanzierungsrunde im mittleren Entwicklungsstadium eines neuen Unternehmens - meistens die letzte Runde vor dem Börsengang (und somit vor der Bridge-Finanzierung). Wird auch "Third Stage-Finanzierung" genannt
Bridge-Finanzierung: Vorbereitung des Unternehmens auf den Börsengang
First Mover Advantage

Dasjenige Unternehmen, das einen Markt zuerst besetzt, hat eine bessere Ausgangsposition und einen Vorsprung gegenüber potenziellen Wettbewerbern
Fremdkapital

Kapital von außen, das mit Verbindlichkeiten verbunden ist (z. B. Zins- und Tilgungszahlungen). Anders als beim Eigenkapital, muss hier der Unternehmer gegenüber dem Kapital-Geber entsprechende Sicherheiten stellen
Friendly Takeover

Freundliche (abgestimmte) Übernahme
Fund of Funds

Investmentgesellschaft, die das ihr anvertraute Geld in operative Investmentgesellschaften investiert, sich selbst jedoch kaum direkt an Unternehmen beteiligt

 

G

Gesamtemissionsvolumen

Das gesamte am Markt (beim Publikum) während einer Neuemission/Kapitalerhöhung untergebrachte (verkaufte) Wertpapiervolumen, ausgedrückt in Euro
Going Private

Umwandlung einer öffentlichen, börsennotierten in eine private, nicht an den Aktienmärkten gehandelte Unternehmung (auch Delisting genannt)
Going Public

Umwandlung eines bisher privaten in ein öffentliches, börsennotiertes Unternehmen, das an den Aktienmärkten gehandelt wird (auch IPO genannt)
Golden Handshake

Das Zielunternehmen oder der Käufer vereinbart mit dem Management langjährige Arbeitsverträge und hohe Abfindungen für den Fall des Ausscheidens
Greenshoe

Beim Börsengang behalten die Gesellschafter eine bestimmte Reserve an Aktien, um eine "Überhitzung" der Nachfrage zu vermeiden. Diese Reserve wird dann bei einer zu hohen Überzeichnung zusätzlich ausgegeben. Dadurch soll verhindert werden, dass die Aktienpreise am Tag des Börsengangs aufgrund der großen Nachfrage in astronomische Höhen schnellen, kurz danach aber einen ebenso rasanten Einbruch erleben

H

hands-on, hands-off

Diese Adjektive beschreiben die Einstellung eines Finanzinvestors gegenüber seinem Beteiligungsunternehmen. Ein aktiver "hands-on" Investor beteiligt sich an strategischen Entscheidungen und verfolgt die Entwicklung des Unternehmens zeitnah. Ein "hands-off" Investor hingegen überlässt es dem Management, das Unternehmen zu steuern
Hostile Takeover

Feindliche (nicht abgestimmmte) Übernahme
Hurdle Rate

Die hurdle rate bezeichnet die Hürde, die übersprungen werden muss, bevor die Managementgesellschaft eines Fonds eine Gewinnbeteiligung erhält. Die Hürde kann z.B. eine festgesetzte Basisvergütung für die Investoren sein

I

Initial Public Offering / IPO

Erstmaliger Börsengang eines Unternehmens mit Publikumsöffnung
Information Memorandum

Verkaufsunterlage, in der das Zielunternehmen detailliert beschrieben wird
Insurance Due Diligence

Auf die Versicherungssituation ausgerichtete Due Diligence
Investment Proposal

Vorschlag zum Eingehen einer Beteiligung bzw. zur Akquisition eines Unternehmens, den üblicherweise die M&A-Verantwortlichen auf Käuferseite vorlegen. Dabei werden u.a. das Unternehmen und die Ergebnisse der Due Dilligence vorgestellt und zur Investition / zum Kauf geraten
Investor Relations

Gestaltung der Beziehungen zu den aktuellen und potenziellen Investoren, Analysten und Finanzmedien mit dem Ziel, bei diesen Zielgruppen eine Bindung an die Aktie des eigenen Unternehmens aufzubauen
Invitatio ad Offerendum

Aufforderung zur Abgabe eines rechtsgeschäftlichen Angebotes
IRR (Internal Rate of Return)

Interner Zinsfluß, finanzmathematische Methode zur Berechnung der Rendite eines Investments

K

Kapitalflussrechnung

Betrachtung der Liquiditätsentwicklung / Zahlungsströme unter Berücksichtigung der Mittelherkunfts- und Mittelverwendungseffekte innerhalb des Geschäftsjahres
Kapitalkosten

Kosten für das zur Verfügung gestellte Fremd- und Eigenkapital (explizite und implizite Kapitalkosten). In der Investitionsrechnung werden die Kapitalkosten als Kalkulationszinsfuß zur Ermittlung des Kapitalwertes verwendet
Konsortialführer

Federführende Bank beim Börsengang eines Unternehmens
Konsortium

Gruppe aller betreuenden Banken beim Börsengang
KonTraG

Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich

L

Lead Investor


Führer einer Gruppe von Investoren bei Co-Investments (syndizierten Investments). Er übernimmt die Betreuung des Unternehmens

Legal Due Diligence

Auf rechtliche Fragen ausgerichtete Due Diligence

Letter of Intent (LOI)
(Schriftliche)

Absichtserklärung ohne rechtliche Bindewirkung mit dem Ziel, die Aspekte, über die bereits Einigkeit erzielt wurde, von denjenigen zu trennen, die noch der Klärung bedürfen. Ein erster LOI (non-binding initial offer) wird üblicherweise nach den ersten Management-Gesprächen und vor Durchführung der Due Diligence übermittelt. Ein detaillierterer LOI wird infolgedessen nach Abschluss der Due Diligence eingereicht Leverage (Hebelwirkung)
Durch die Aufnahme von Fremdkapital kann der Gewinn und die Eigenkapitalrentabilität gesteigert werden, solange der Fremdkapitalzinssatz niedriger ist, als die durchschnittliche Verzinsung des gesamten eingesetzten Kapitals. Die Hebelwirkung ist um so stärker, je höher der Verschuldungsgrad ist Leveraged Buy-Out


Großteils mit Fremdkapital finanzierter Management-Buy-Out

Liquidation preference


In Verträgen mit Finanzinvestoren gängige Regelung, durch die dem Investor beim Exit das gezahlte Agio zurück gezahlt wird, bevor der verbleibende Gewinn gleichmäßig auf die Gesellschafter verteilt wird. Das Agio wird in diesem Fall wie ein Darlehen behandelt

Lock-up Period

"Verschluß-Periode", z.B. Zeitperiode nach einem Börsengang, während der den Altgesellschaftern nicht oder nur sehr begrenzt erlaubt ist, ihre in Aktien gewandelten Anteile zu verkaufen Long List


Auflistung aller recherchierten Kauf- bzw. Verkaufinteressenten (Verfahren einer kontrollierten Auktion)

M

Management-Buy-In (MBI)

Übernahme des Unternehmens durch ein unternehmensfremdes, externes Management
Management-Buy-Out (MBO)

Übernahme des Unternehmens durch das vorhandene Management
Management Due Diligence

Due Diligence bezüglich Management und Personal
Market Due Diligence

Marktbezogene Due Diligence
Merger

Zusammenschluss mehrerer Unternehmen zu einer rechtlichen und wirtschaftlichen Einheit mit oder ohne vorherigen Anteilskauf (Verschmelzung, Fusion)
Mezzanine-Finanzierung

Finanzierungsrunde im mittleren Entwicklungsstadium eines neuen Unternehmens - meistens die letzte Runde vor dem Börsengang (und somit vor der Bridge-Finanzierung). Wird auch "Third Stage-Finanzierung" genannt

N

NASDAQ

National Association of Securities Dealers Automated Quotation. Die amerikanische High-Tech-Börse bietet eín ausgezeichnetes Emissionsfeld für junge, wachstumsstarke Unternehmen. Sie ist bezüglich der Anzahl der notierten Unternehmen und der gehandelten Aktien die größte ur-amerikanische Börse
NEMAX

All Share Aktienindex für die Performance aller am Neuen Markt notierten Aktiengesellschaften
Net present value

Abdiskontierter Zahlungsmittelüberschuss
Non-Disclosure-Agreement (NDA)

Vertraulichkeitsvereinbarung zwischen Käufer und Verkäufer, in praxi ausgetauscht über den M&A-Berater

O

OEM

Original Equipment Manufacturer
On-Site Inquiries

Befragungen von Management u. Mitarbeitern, Betriebsbesichtigung

P

Pay Back

Investierter Betrag plus Kapitalgewinn, realisiert beim Exit
Platzierungsvolumen

Das vom Konsortialmitglied bei seinen Investoren während einer Neuemission/Kapitalerhöhung untergebrachte (verkaufte) Wertpapiervolumen
Poison Pills

Zielunternehmen räumt eigenen Aktionären besondere Vorteile ein, z.B. Bezugs- und Dividendenrechte
Portfolio

Die Menge aller Firmenbeteiligungen, die ein Unternehmen oder eine Beteiligungs-Gesellschaft hält. Ziel der Portfoliomischung ist eine Streuung des Risikos auf verschiedene Branchen und unternehmerische Entwicklungsphasen
Post Acquisition Due Diligence

Due Diligence nach dem Closing zur Integrationsvorbereitung
Post Completion Due Diligence

Due Diligence zwischen Signing und Closing
Post Merger Integration

Integrationsprozess der Zielgesellschaft nach dem Closing
Post Money Valuation:

Wert eines Unternehmens nach einer Finanzierungsrunde
Pre Merger Strategy

Analyse der geplanten Kosten- und Wachstumssynergien im Vorfeld der Transaktion
Pre Money Valuation

Wert eines Unternehmens vor einer Finanzierungsrunde
Private Equity

Eigenkapital, das Unternehmen zur Entwicklung neuer Produkte oder Technologien, zur Stärkung der Kapitaldecke oder für Akquisitionen zur Verfügung gestellt wird. Es werden damit alle Finanzierungen vor dem Börsengang, speziell MBOs und MBIs bezeichnet
Production Due Diligence

Auf den Produktionsbereich ausgerichtete Due Diligence

R

R & D

Research & Development (siehe F&E)
Rechnungsabgrenzungsposten

Zahlungen im Berichtszeitraum, deren Ergebnisauswirkung einen Zeitraum ausserhalb des Bilanzstichtages betreffen
Risikokapital

Neben dem Begriff "Wagniskapital", eine der gängigen Übersetzungen für Venture Capital, d.h. das Kapital, das einem Unternehmen im Zuge der Beteiligung in einer jungen Entwicklungsphase zur Verfügung gestellt wird
ROI

(Return on Investment) Kapitalrendite. Verhältnis von Gewinn zum gesamten investierten Kapital

T

Takeover

(in der Regel) durch feindliches Übernahmeangebot an die Aktionäre beabsichtigter Unternehmenskauf
Takeover Bid

Öffentliches Übernahmeangebot
Target

Zielgesellschaft; Unternehmen, das akquiriert werden soll
Technical Due Diligence

Due Diligence bezüglich der technischen Ausstattung im Zielunternehmen
Tender Offer

Öffentliches Übernahmeangebot
Terms

(Vertrags-)Modalitäten
Termsheet

Vorvertrag zum Unternehmenskauf /-verkauf, wenn zufriedenstellende Ergebnisse aus der Due Diligence vorliegen und sich keine wesentlichen anderen Faktoren ergeben. Je nach Firmenpraxis enthält der Vorvertrag Angaben zu Firmenwert, Beteiligungssumme und -quote und weiteren detaillierteren Regelungen zur Deal-Struktur
Track Record

Erfolgs- und Erfahrungsgeschichte eines Unternehmens oder einer Beteiligungsgesellschaft
Transaktionskosten

Kosten, die im Rahmen einer Transaktion z.B. für externe Beratung (z.B. Notar, WP, M&A-Berater) anfallen
Turn around

Sanierung/Finanzierung von Unternehmen nach der Überwindung vorher bestehender Probleme
Trade Sale

Verkauf eines Unternehmens an einen strategischen oder Finanz-Investor

 

U

Umwandlung

Veränderung der Rechtsform eines Unternehmens ohne Liquidation
Unique Selling Proposition (USP)

Alleinstellungsmerkmal bzw. einzigartiges Nutzenangebot. Geschäftsideen, Produkte oder Dienstleistungen sollten eine Unique Selling Proposition aufweisen, um marktfähig zu sein
Unternehmensbewertung

Ermittelt den Wert eines Unternehmens als Ganzes. Die Management-Gespräche sowie die Due Diligence liefern die Informationen für die notwendige Unternehmensbewertung

 

V

Vendor Due Diligence

Vom Verkäufer veranlasste Due Diligence
Venture Capital

Eigenkapital von Investoren für die Finanzierung junger, wachstumsstarker Unternehmen. Auch Wagnis- oder Risikokapital genannt. Wird in den USA nur als Bezeichnung für die Finanzierung von schnell wachsenden Unternehmen in der Frühphase verwendet - in Europa dagegen manchmal als "Sammelbegriff" für alle Finanzierungsarten
Venture-Capital-Fonds

Fonds, aus dem das Kapital für die Investments bereitgestellt wird. Investoren des Fonds sind sowohl institutionelle Anleger (Kreditinstitute, Versicherungen, Staat, Pensionsfonds) als auch Privatpersonen
Verschmelzung

Fusion; Vermögensübertragung von einem auf einen anderen Rechtsträger im Wege der Gesamtrechtsnachfolge unter Auflösung ohne Abwicklung
Verwässerung Wenn eine Gesellschaft zusätzliche Anteile vergibt, verlieren die Anteile der Altgesellschafter an Wert, sie werden "verwässert"
Vorvertrag

Siehe Termsheet
Vulture Capital

"Geierkapital". Ironische Bezeichnung für unseriöse Beteiligungsunternehmen, deren Ziel das "schnelle Geld" ist

W

Wagniskapital

Siehe Venture Capital
Window on technology

Bevorzugtes Interesse eines Corporate Venture Funds eines Industriekonzerns, sich über Venture Capital-Beteiligungen Zugang zu neuen Technologien zu verschaffen

Z

Zeichnungsfrist

Festgelegte Zeitdauer, innerhalb der Aktien vor dem offiziellen Börsengang gekauft ("gezeichnet") werden können